- Tipps & Tricks -    
   
 

1. Sicherheitshinweise

 

• Standfestigkeit
Bitte achten Sie bei Ihren Lautsprechern auf eine hohe Standfestigkeit. Diese ist im starken Maße von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Ein tiefer Teppichbelag verringert beispielsweise die Standfestigkeit. Hier sollten Sie die beiliegenden Spikes einsetzten. Diese dringen durch den Teppich. Das gesamte Gewicht des Lautsprechers verteilt sich auf die vier Spitzen der Spikes, wodurch eine hohe Standfestigkeit gewährt wird. Bitte seien Sie im Umgang mit den Spikes vorsichtig. Bei Unachtsamkeit besteht durch die Spitzen hohe Verletzungsgefahr. Bei weichen, empfindlichen Bodenbelägen wie Laminat oder Holz sollten Sie die Spikes auf die im Lieferumfang enthaltenen Spiketeller stellen. Hierdurch vermeiden Sie Beschädigungen des Bodens.

• Magnetfelder
Jeder herkömmliche Lautsprecher erzeugt durch magnetische Kräfte einen Antrieb der Membranen, der zu einer Klangübertragung führt. Diese magnetischen Strahlungen können teilweise auch außerhalb des Gehäuses wahrgenommen werden. Sie sind für den Menschen jedoch völlig unbedenklich. Dennoch sollte man einige Verhaltensregeln in dem Umgang mit Magnetfeldern beachten:
1. Stellen Sie die Lautsprecher nicht direkt neben Röhrenfernseher. Hier könnten Verfärbungen auf dem Bildschirm entstehen. Ein Abstand von mindestens 50cm ist zu empfehlen.
2. Vermeiden Sie die Ablage von Magnetbändern, Kreditkarten, Disketten, Kassetten oder ähnlichen magnetischen Datenträgern in der unmittelbaren Nähe der Lautsprecher. Diese könnten ggf. zerstört werden.

• Überlastung/Defekt
Vermeiden Sie extreme Belastungen Ihrer Lautsprecher durch lange Phasen an übermäßig lauter Musik. Ihre Lautsprecher sind feine Geräte, die für eine originalgetreue Musikwiedergabe konstruiert wurden, weniger jedoch für einen Dauereinsatz als Partybeschallung. Für eine Überlastung, die Infolge unsachgemäßer Betreibung der Lautsprecher entstanden ist, entfallen die Garantieregelungen. Beachten Sie, dass auch eine Ansteuerung der Lautsprecher mit schlechten Signalen eine Zerstörung verursachen kann. Wählen Sie einen guten Verstärker, der zu Ihren Lautsprechern passt. Ihr Fachhändler berät Sie gern.


2. Montage(P3/P4/P5)


Sie sollten den Aufbau Ihrer Lautsprecher sorgfältig vornehmen. Bitte beachten Sie, dass die Montage die Klangqualität beeinflussen kann. Benötigtes Werkzeug: großer Schraubendreher, 14er  Schrauben-schlüssel (Spikemutter)

• Sockel
Stellen Sie den Lautsprecher nach dem Auspacken zur Montage des Sockels auf den Kopf. Um Beschädigungen im Furnier zu vermeiden, raten wir Ihnen, dieses auf einem Teppich oder einem Tuch vorzunehmen. Schrauben Sie den Sockel mit vier beiliegenden Schrauben an den Korpus fest. Benutzen Sie zur Montage die inneren vier Bohrungen im Sockel.

• Spikes
Stellen Sie bei harten Böden (Beton, Fliesen, Stein) Ihren Lautsprecher zur mechanischen Entkoppelung des Gehäuses auf Spikes deren Spitzen einen festen Kontakt zum Boden (ggf. durch den Teppich) haben sollten. Im Bedarfsfalle drehen Sie bitte anschließend die Spikes zusammen mit den Kontermuttern in die äußeren vier Gewinde. Nun wenden Sie vorsichtig die Lautsprecher. Achten Sie beim weiteren Handling auf die spitzen Spikes (Verletzungsgefahr). Nach der endgültigen Platzierung können Sie kleinere Bodenunebenheiten im Fußboden durch ein Nachjustieren der Spikelänge ausgleichen. Wenn alle Spikes festen Bodenkontakt haben und der Lautsprecher fest steht, sichern Sie die Spikelänge durch ein Anziehen der Muttern.  Stehen Ihre Lautsprecher auf einem weichen Untergrund z.B. aus Holz, empfiehlt sich der Einsatz von Gummidämpfern anstelle von Spikes (fragen Sie Ihren Fachhändler).  Der m3 Kompaktlautsprecher spielt hervorragend montiert auf dem LFG3 Stativ aus der Veritas Serie.


3. Positionierung der Lautsprecher


Eine optimale Aufstellung der Lautsprecherboxen steht in direktem Zusammenhang mit der Raumakustik. Der optisch gewählte Standort ist unter akustischen Aspekten oft nicht der beste. Besteht ein Gestaltungsspielraum in der Platzierung der Lautsprecher, geben wir folgende Empfehlungen zur Verbesserung der Raumakustik und zur Aufstellung der Phonar Lautsprecher:

• Raumakustik
Die Akustik Ihres Wohnraums hat einen großen Einfluss auf das Klangergebnis Ihrer Musikanlage. Die wahrgenommene Musik setzt sich aus dem Direktschall sowie diversen Reflektionen zusammen. Der Zeitpunkt und die Intensität des Zusammentreffens von Direktschall und Reflektionen ist sehr wichtig und kann durch gezielte Maßnahmen beeinflusst werden. Folgende Beschaffenheiten nehmen Einfluss auf den Klang: Größe und Geometrie des Raumes; Materialien an Wänden, Fußböden und Decken, Einrichtung des Raumes.

Als Direktschall bezeichnet man die direkte Ausbreitung des Schalls von den Lautsprechern zu den Ohren. Dieser mischt sich mit Reflektionen von den Wänden, Decken oder dem Boden zu einem Musikbild zusammen. Die korrekte Zusammensetzung aus Direktschall und Reflektionen bestimmt im hohen Maße die Qualität der wahrgenommenen Musik.

Platzieren Sie die Lautsprecher nicht zu nahe an eine Seitenwand, um zu frühe Reflektionen zu vermeiden. Diese würden zu schnell an das menschliche Ohr gelangen und die räumliche Ortung sowie den Frequenzgang und die Natürlichkeit der Wiedergabe beeinträchtigen ("Kammfiltereffekt").Stehende Wellen entstehen durch ein häufiges hin- und her Reflektieren tiefer Töne im Raum. Diesen Effekt nehmen Sie durch einen unpräzisen Bass wahr. Je nach Positionierung der Lautsprecher kann der Bass entweder zu laut und unpräzise oder zu leise sein. Eine Veränderung der Lautsprecherposition um wenige Zentimeter kann bereits den gewünschten Effekt bringen. Da jeder Raum anders ist, sollten Sie sich versuchsweise an den besten Standort für Ihre Lautsprecher rantasten. Zu starke Reflektionen können bei Schallübertragungen einen „Hall-Effekt“ verursachen. Das Musikbild wird undefiniert, der Bass ist verschwommen, zeitweise nicht vorhanden. Hier sollten Sie versuchen, den Raum durch Teppiche, Vorhänge, Möbel zu bedämmen.

• Aufstellung (s.Abb.1)
Der Abstand von Lautsprecherpaaren zueinander (b) sollte nicht größer sein, als jener zu Ihrer Hörposition (a). Ebenso sollte der Abstand zu den Seitenwänden (d) größer sein, als der Abstand zur Rückwand (c).  Geben Sie Ihren Lautsprechern Gelegenheit zum Atmen! Ein Teil der tiefen Frequenzen tritt aus den hinteren Baßreflexkanälen aus und soll von der Wand reflektiert zum Hörer gelangen. Der Abstand von der Box zur rückwärtigen Wand (c) sollte zwischen 10 und 50 cm betragen. Vermeiden Sie eine Aufstellung direkt in den Raumecken.

 


 

Die in der Abbildung 1 dargestellte Hörposition bietet optimale akustische Voraussetzungen für den Klang Ihrer Lautsprecher. Sie sollten diese bei intensivem Musikhören einnehmen. Leichte Abweichungen ergeben kleine, häufig kaum wahrnehmbare Beeinflussungen. Je nach Raumakustik kann es sinnvoll sein, die Lautsprecher leicht (um ca. 5-10 Grad) zur Hörposition einzudrehen. Die klanglichen Auswirkungen hängen von den seitlichen Reflektionen der Schallwellen ab.

Ferner ist bei allen Lautsprechern darauf zu achten, dass im optimalen Fall der Hochtöner eines Lautsprechers in Ohrhöhe ist (s. Abb.2) bzw. die Schallwellen direkt auf die Ohren strahlen. Die beste Hörposition bei dem Standlautsprecher Veritas wäre somit im Sessel sitzend.



4. Anschluss der Lautsprecher


Vor dem elektrischen Anschluss schalten Sie bitte an allen Komponenten Ihrer Musik- oder Heimkinoanlage den Stromschalter aus. Verwenden Sie zum Anschluss Ihrer Lautsprecher ausschließlich hochwertiges Lautsprecherkabel. Alle Phonar Lautsprecher verfügen über hochwertige Schraubanschlüsse (s. Abb. 3) die den Einsatz von  großen Kabelquerschnitten erlauben. Achten Sie auf die korrekte Polung der Anschlüsse an den Lautsprechern sowie am Verstärker.

 


Kennzeichnungen am Kabel sowie an den Anschlüssen geben Ihnen hierbei eine Hilfestellung. Halten Sie die Kabel Ihrer Musikanlage so kurz wie möglich. Die Kabellängen des linken und rechten Kanals sollten jedoch gleich lang sein. Phonar empfiehlt den Einsatz von hochwertigen Bananensteckern. Diese stellen eine sichere Verbindung zwischen Kabel und dem Anschlussfeld am Lautsprecher dar. Sie können die Lautsprecherkabel auch direkt mit dem Anschlussfeld verbinden. Öffnen Sie die Schraubklemmen des Anschlussfeldes bis die Bohrung für das Kabel sichtbar frei ist und führen die Kabel gut verdrillt durch die runden Aufnahmen. Ziehen Sie nun die Schraubklemmen wieder fest an.

Stereo
Benutzen Sie bitte bei einer einfachen Stereo Verkabelung mit  eingesetzten Brücken nur den Tiefton Eingang (s. Abb.3), da dieser zur Versorgung des hohen Energiebedarfs im Bassbereich dient. Über die Brücken wird die Energie im gesamten Frequenzbereich ausgebreitet.

Bi-Wiring
Sie haben die Möglichkeit die Frequenzfilter Ihres Lautsprechers getrennt anzusteuern. Somit verhindern Sie eine gegenseitige Beeinflussung der Teilfilter und erzielen ein optimiertes Klangergebnis. Im Bi-Wiring Betrieb entfernen Sie bitte beide Brücken. Verbinden Sie nun  beide Anschlusspaare parallel mit den Ausgängen am Verstärker (s. Abb.4).

 

 

Bi-Amping
Im Bi-Amping Betrieb werden alle Eingänge der Lautsprecher getrennt über einzelne Verstärker angesteuert. Dieser hohe Aufwand stellt theoretisch die besten Voraussetzungen, um das volle Potential Ihrer Lautsprecher auszuschöpfen. Bitte beachten Sie jedoch: Ein Top Stereo Verstärker liefert bessere Ergebnisse, als zwei mittelmäßige Endstufen im Bi-Amping Betrieb.

Hochtonanpassung der Veritas Serie
Sie haben die Möglichkeit, das Pegelniveau des Hochtöners über die auf dem Anschlussfeld befindliche Brücke zu verändern. Die Frequenzen des Hochtöners werden vom menschlichen Ohr sehr sensibel aufgenommen. Scharfe Höhen werden häufig als unangenehm empfunden. Mit der Pegeleinstellung haben Sie die Möglichkeit die Wiedergabe des Hochtöners aktiv zu verändern.

 

 

Die Stellung 2 verspricht eine lineare Einstellung des Hochtonpegels. Stellungen 1 und 3 erhöhen bzw. senkt den Pegel um 1dB.

 

5. Vor Inbetriebnahme

 

Vor der ersten Inbetriebnahme der Lautsprecher überprüfen Sie bitte noch einmal sorgfältig alle Verbindungen am Lautsprecher und an den elektronischen Geräten. Lesen Sie ggf. noch einmal die Anleitung der Hifi- oder Heimkino Komponenten. Stellen Sie den Lautstärkeregler bei der ersten Inbetriebnahme auf einen geringen Pegel. Nun können Sie  Ihre Lautsprecher in Betrieb nehmen.

 

6. Einspielen/Klangoptimierung

 

Ihre Lautsprecher benötigen eine Einspielzeit von ca. 48 Stunden. Erst danach erhalten Sie ein fertiges Klangergebnis. Die Feineinstellungen sowie endgültigen Platzierungen sollten erst nach dieser Einspielzeit von Ihnen vorgenommen werden. Sie können alle Frequenzen gleichmäßig  mit einem sog. Rosa Rauschen ansteuern. Dieses Signal erhalten Sie aus einem analogen Tuner bei einer Einstellung zwischen zwei Sendern. Falls Sie hierzu keinen Zugang haben, können Sie auch normales Musikmaterial zum Einspielen verwenden.Ihre Musikanlage besteht aus mehreren Bauteilen. Wie Glieder einer Kette bestimmt das schwächste Bauteil die Qualität des Ergebnisses. Achten Sie bei der Zusammenstellung auf eine stimmige Auswahl an hochwertigen Produkten. Kabel und Elektronik sollten der Wertigkeit Ihrer Lautsprecher in Nichts nachstehen. Alle Lautsprecher klingen besser ohne Frontabdeckung. Diese dient lediglich dem Schutze der Membranen.

 

7. Pflege/Wartung

 

Beachten Sie folgende Hinweise damit Sie dauerhaft Optik und Klang Ihrer hochwertigen Lautsprecher genießen können:

• Pflege

Die Poren der Holzteile weisen eine geschlossene Oberfläche auf. Dennoch sollten Sie zur Reinigung der Holzteile keine flüssigen Reinigungsmittel verwenden. Verwenden Sie ein Trockenes, maximal leicht feuchtes Staubfreies Tuch zur Reinigung der Holzteile. Auf den Einsatz chemischer Mittel sollten Sie auch hier unbedingt verzichten.

• Wartung

Die Lautsprecher sind weitestgehend wartungsfrei. Ziehen Sie lediglich die Schrauben der Lautsprecherchassis auf der Front nach 3-5 Wochen leicht nach. Bitte vermeiden Sie ein Überdrehen durch ein zu starkes Festdrehen. Überprüfen Sie bitte zeitgleich die Schraubverbindung des Lautsprecherkabels zum rückseitigen Anschlussfeld.

 

8. Garantie und Service

 

Phonar gewährt eine Garantiezeit von 60 Monaten auf Lautsprecher. Sie beginnt ab dem Kaufdatum. Bei Mängeln oder Fehlfunktionen wenden Sie sich bitte an Ihren Phonar Händler. Für eine reibungslose Abwicklung der Reparatur heben Sie bitte unbedingt den Kaufbeleg auf. Ohne diesen Nachweis werden Reparaturen grundsätzlich kostenpflichtig ausgeführt. Die Garantieleistung besteht in der unentgeltlichen Beseitigung von Material- oder Herstellungsfehlern durch Reparatur oder Tausch der defekten Teile.Von der Reparatur ausgenommen sind Mängel durch unsachgemäßen Gebrauch (z.B. Bedienungsfehler oder mechanische Beschädigungen), Verschleiß oder höhere Gewalt. Der Garantieanspruch entfällt bei Eingriff durch nicht autorisierte Personen. Für auf dem Transport zur Servicewerkstatt entstandene Schäden ist eine Haftung des Vertriebes oder Herstellers ausgeschlossen.

• Bei Inanspruchnahme einer Garantieleistung
Der Lautsprecher sollte im Originalkarton vorzugsweise zu dem Händler gebracht oder geliefert werden, bei dem Sie das Gerät gekauft haben.

 

9. Entsorgung

 

Phonar Lautsprecher werden aus umweltverträglichen Materialien hergestellt, die den internationalen Vorschriften zur Entsorgung von Altgeräten entsprechen. Für eine nach jahrelangem Gebrauch anfallende eventuelle Entsorgung wenden Sie sich an Ihre lokale Entsorgungsstätte. Altgeräte gehören nicht in den Hausmüll.